Pull statt Push
Backup-Server zieht Daten; Targets sind aus Prod nicht erreichbar.
Messbare RPO/RTO-Ziele, immutable Kopien, segmentiertes Backup-Netz, regelmäßige Test-Restores. Keine Buzzwords – belastbare Wiederherstellung.
Beispielwerte – im Projekt individuell definiert & getestet.
Schematisch: Pull-Backups → Hardened Repo (WORM) → Cloud/Object-Lock → RZ-Replikation.
Backup-Server zieht Daten; Targets sind aus Prod nicht erreichbar.
Getrennte Konten, kein Domain-Join, Object-Lock – Löschschutz.
RDX/Tape oder Cloud-Copy – Air-Gap gegen Verschlüsselung.
Quartalsweise Wiederherstellungen (SureBackup) – dokumentiert.
Zielwerte definiert, überwacht, verifiziert.
Wir planen, implementieren und überwachen Backups so, dass Wiederherstellung im Ernstfall schnell, geprüft und nachvollziehbar funktioniert – für physische Systeme, virtuelle Infrastrukturen und Cloud-Dienste wie Microsoft 365. Ergänzend setzen wir auf WORM/immutable Speicher, klare Aufbewahrungsregeln und verschlüsselte, MFA-geschützte Zugriffe.
Für physische Server und wichtige Arbeitsstationen setzen wir Image-basierte Backups mit Bare-Metal-Recovery ein. Dadurch lassen sich komplette Systeme inklusive Betriebssystem, Anwendungen und Einstellungen auf neuer Hardware oder in einer VM wiederherstellen. Kritische Datenordner sichern wir zusätzlich dateibasiert mit feineren Intervallen (z. B. stündlich), um RPOs eng zu halten. Auf Wunsch trennen wir System- und Datenlaufwerke in eigene Jobs mit unterschiedlichen Aufbewahrungen – effizient und revisionssicher.
In virtuellen Infrastrukturen sichern wir agentenlos auf VM-Ebene und nutzen anwendungskonsistente Snapshots (z. B. VSS). So bleiben transaktionsbasierte Dienste wie SQL oder Exchange konsistent. Für besonders kritische Systeme kombinieren wir Backups mit Replikation auf eine zweite Umgebung. Ergebnis: RTOs bleiben kurz, weil VMs bei Bedarf als Replikat nahezu sofort gestartet werden können.
Microsoft stellt Verfügbarkeit bereit – nicht dein individuelles Backup. Wir sichern Postfächer, OneDrive-Daten, SharePoint-Sites und Teams in definierte Speicherziele (On-Prem oder Cloud-Object-Storage). Granulare Wiederherstellung (einzelne Mails, Dateien, Versionen) verkürzt Ausfälle und schützt vor Löschungen, Account-Missbrauch oder Ransomware in der Cloud. Aufbewahrungsrichtlinien (z. B. 1–10 Jahre) und rechtssichere Archivoptionen setzen wir kundenindividuell um.
Für rechtliche Anforderungen und maximalen Ransomware-Schutz bieten wir WORM/immutable Speicher: Einmal geschrieben, lassen sich Daten innerhalb der Aufbewahrungsfrist nicht mehr ändern oder löschen. Technisch realisieren wir das z. B. über Object Lock (S3-kompatibel) oder dedizierte WORM-Speicherpools. So sind selbst kompromittierte Admin-Konten wirkungslos – die Backup-Kopien bleiben unverändert verfügbar.
★☆☆☆☆ „Seit die Sicher ist Sicher GmbH. diesen WORM-Space eingeführt hat, kann ich die Backups nicht mehr verändern oder löschen. Immutable? Object-Lock? – total unfair! Selbst mit gestohlenen Admin-Daten komme ich nicht ran. Bitte wieder abschalten, danke.“ – Malware-Versender, vermutlich frustriert
Kosteneffizient für schnelle lokale Backups und Restores. Ideal als „Hot Storage“ für tägliche Sicherungen.
Zentrale, gehärtete Backup-Ablage (z. B. Linux Hardened Repo). Perfekt als primäres Ziel und für längere Aufbewahrung.
AWS S3, Azure Blob, Backblaze, Wasabi, IONOS, Hetzner u. a. – verschlüsselt, georedundant, mit Object-Lock/Immutable.
Robuste Wechselfestplatten im Kassettenformat – portabel und offline-fähig.
Bewährtes Langzeit- und Offsite-Medium mit sehr niedrigen Kosten pro TB; automatisierte Bandrotation (GFS).
Als zusätzliche, physisch getrennte Kopie im Air-Gap-Konzept – sicher gelagert und verschlüsselt.
Offline-Backups sind die „Air-Gap“ im Konzept: Eine physische Trennung vom Netzwerk schützt vor Ransomware, Verschlüsselungstrojanern und auch vor versehentlichem Löschen. Wir integrieren externe Festplatten oder RDX-Medien in einen klaren Rotationsplan (z. B. täglich/wochenweise), verschlüsseln die Datenträger und dokumentieren die sichere Lagerung (z. B. Tresor/anderer Brandabschnitt). Ein kurzes, praxistaugliches Runbook legt Zuständigkeiten, Zeitpunkte und Prüfungen fest.
Backups sind nur so gut wie der letzte erfolgreich geprüfte Restore. Auf Kundenwunsch führen wir quartalsweise Test-Restores durch: Wir stellen mindestens einen definierten Server in einer isolierten Umgebung vollständig wieder her und prüfen Boot, Dienste, Anwendungen und Zugriff. Ergebnisse dokumentieren wir transparent (Screenshots/Protokoll). Mit passender Lizenz richten wir Veeam SureBackup ein: Backups werden automatisiert in einer isolierten Umgebung gestartet, Health-Checks und Anwendungsprüfungen laufen nach Plan – inklusive Berichten zur tatsächlichen Wiederherstellbarkeit.
Zusätzlich erstellen wir ein DR-Runbook: Rollen, Kontaktwege, Reihenfolge der Wiederherstellungen, DNS/VPN-Anpassungen, Prioritäten (Tier-1/2-Dienste), Ziel-RTO/RPO – so weiß jeder im Ernstfall, was zu tun ist.
Für hohe Verfügbarkeit kombinieren wir lokale Backups mit Replikation ins RZ. Fällt die On-Prem-Umgebung aus (Strom, Brand, Hardware-Totalschaden), können wir dort in kurzer Zeit die wichtigsten Systeme starten. Netzwerk-Mappung, VPN-Tunnels und DNS-Umschaltungen sind Teil des Plans. Je nach Bandbreite und Änderungsrate lassen sich RPOs von Minuten bis wenigen Stunden erreichen; die RTO hängt von Anzahl/Größe der VMs und Startreihenfolge ab. Ergebnis: planbares Failover statt Stillstand.
Alle Backup-Systeme und Speicherziele betreiben wir in einem dedizierten, abgeschotteten Netzwerkbereich (Backup-VLAN). Durch strikte Segmentierung, getrennte Konten und Firewalls wird ein unbefugter Zugriff oder eine Manipulation der Backups erheblich erschwert. Zusätzlich setzen wir auf das Pull-Prinzip: Der Backup-Server holt Daten von den Quellsystemen ab – Speicherziele sind niemals direkt aus dem Produktionsnetz erreichbar.
Alle Backups werden Ende-zu-Ende verschlüsselt – sowohl in Transit (TLS) als auch at Rest (z. B. AES-256). Schlüsselmaterial verwalten wir getrennt und rollenbasiert. Der Zugriff auf Backup-Konsolen und kritische Speicherziele ist MFA-geschützt (z. B. TOTP/FIDO2) und durch Role-Based Access Control begrenzt. Wo möglich, setzen wir immutable/WORM-Policies und Härtung der Repositories ein (getrennte Konten, kein Domain-Join, Pull-Jobs). So verhindern wir Missbrauch selbst bei kompromittierten Anmeldedaten.
3
Kopien deiner Daten (Produktiv + 2 Backups)
2
unterschiedliche Speicherarten (z. B. Disk/NAS + Tape/Cloud)
1
Kopie extern/offline (Cloud oder ausgelagertes, nicht angebundenes Medium)
Erweitert empfehlen wir 3-2-1-1-0: eine zusätzliche immutable/WORM-Kopie und 0 Fehler in regelmäßigen Wiederherstellungstests.
Backup-Jobs laufen mit proaktivem Monitoring und Benachrichtigungen bei Fehlern oder Unregelmäßigkeiten. Reports zeigen Erfolgsquoten, Kapazitäten, Storage-Trends und anstehende Maßnahmen. Aufbewahrungsregeln (GFS – Großvater/Vater/Sohn) setzen wir so um, dass operative Restores schnell verfügbar sind und Langzeitaufbewahrung kosteneffizient bleibt – inklusive Compliance-Vorgaben (z. B. GoBD/DSGVO) nach Bedarf.
Wir prüfen deine aktuelle Backup-Strategie, definieren RPO/RTO-Ziele und empfehlen passende Speicherziele – inklusive Offline-/WORM-Optionen, separierten Backup-Netzwerken und Quartals-Test-Restores (SureBackup möglich).